Oracle Database Control - User Defined Metrics

Die Web-Oberfläche Database Control zur Verwaltung einer Oracle Datenbank Instanz bietet die Möglichkeit eigene benutzerdefinierte Metriken (UDM - User Defined Metrics) anzulegen. Möchte man eine Reihe von eigenen Metriken in verschiedenen Instanzen verwalten, wird dies über die Web-Oberfläche schnell mühsam.

In diesem Fall bietet es sich an, die von der Web-Oberfläche im Hintergrund erzeugte XML-Datei selbst zu editieren. Die XML-Datei befindet sich im Pfad $ORACLE_HOME/INSTANZNAME/sysman/emd/collection und nennt sich oracle_database_ORACLESID.xml.

Wird die XML-Datei von Hand editiert, ist besonders darauf zu achten, dass die Struktur der Datei erhalten bleibt. Als Beispiel für einen entsprechenden Eintrag wird die Anzahl Zeilen der Tabelle EMP stündlich ermittelt, die Warn-Schwelle liegt bei einem Wert von 10:

<!-- this file is generated by collector -->
<targetcollection TYPE="oracle_database" NAME="B05">
...
        <CollectionItem NAME="BLOG_TEST">
                <Schedule>
                        <IntervalSchedule INTERVAL="1" TIME_UNIT="Hr"/>
                </Schedule>
                <MetricColl NAME="SQLUDM">
                        <Condition COLUMN_NAME="NumValue" WARNING="10" MESSAGE="%Message%">
                                <KeyColumn COLUMN_NAME="ID">BLOG_TEST</KeyColumn>
                        </Condition>
                        <ItemProperty NAME="ID">BLOG_TEST</ItemProperty>
                        <ItemProperty NAME="sqlstmt">select count(*) from scott.emp</ItemProperty>
                        <ItemProperty NAME="UserName">system</ItemProperty>
                        <ItemProperty NAME="password" ENCRYPTED="TRUE">de3503b8b5736253</ItemProperty>
                        <ItemProperty NAME="valuetype">NUMBER</ItemProperty>
                </MetricColl>
        </CollectionItem>
</TargetCollection>

Werden in einem Unternehmen viele Datenbank-Instanzen auf unterschiedlichen Servern eingesetzt, empfiehlt sich der Einsatz von Oracle Grid Control als großer Bruder zu Database Control. Hier lassen sich beliebig viele Oralce-Instanzen zentral verwalten.

Oracle DataPump via PL/SQL - DBMS_DATAPUMP

Oracle DataPump hat sich bei vielen Anwendern aufgrund seiner Vorteile als Import/Export-Werkzeug durchgesetzt. Neben den Werkzeugen impdp und expdp lässt sich die DataPump auch via PL/SQL steuern. Hierzu dient das Package DBMS_DATAPUMP. Die Verwendung für einen Schema-Export zeigt folgendes Beispiel:

DECLARE
  v_DPHandle_n      NUMBER;
  v_TimeStamp_vc    VARCHAR2(15);
  v_JobName_vc      VARCHAR2(30);
  v_DumpFilename_vc VARCHAR2(50);
  v_LogFilename_vc  VARCHAR2(50);
  v_JobStatus_vc    VARCHAR2(50);
  v_SchemaName_vc   VARCHAR2(8)  := 'SCOTT';
  
  -- dieses Oracle-Verzeichnis muss evtl. vorher angelegt werden
  --
  -- CREATE OR REPLACE DIRECTORY DPUMP_TEST_DIR AS '/tmp';
  --
  -- evtl. muessen auch Schreib-/Lese-Rechte gesetzt werden
  --
  -- GRANT READ, WRITE ON DIRECTORY DPUMP_TEST_DIR TO orauser;
  --
  v_DumpDir_vc      VARCHAR2(20) := 'DPUMP_TEST_DIR';
BEGIN
  v_TimeStamp_vc    := TO_CHAR(sysdate, 'YYYYMMDD-HH24MISS');
  v_JobName_vc      := v_TimeStamp_vc || '_' || v_SchemaName_vc;
  
  -- wichtig ist der Platzhalter %U, je nach Parallelitaet werden so
  -- mehrere Dump-Files erzeugt
  v_DumpFilename_vc := v_SchemaName_vc || '_' || v_TimeStamp_vc || '_%U.dmp';
  v_LogFilename_vc  :=  v_SchemaName_vc || '_' || v_TimeStamp_vc || '.log';
    
  -- Datapump-Job oeffnen  
  v_DPHandle_n := DBMS_DATAPUMP.open(
    operation   => 'EXPORT',
    job_mode    => 'SCHEMA',
    job_name    => v_JobName_vc
  );

  -- Dump-File fuer den Job definieren
  DBMS_DATAPUMP.add_file(
    handle    => v_DPHandle_n,
    filename  => v_DumpFilename_vc,
    directory => v_DumpDir_vc
  );

  -- Log-File definieren
  DBMS_DATAPUMP.add_file(
    handle    => v_DPHandle_n,
    filename  => v_LogFilename_vc,
    directory => v_DumpDir_vc,
    filetype  => DBMS_DATAPUMP.KU$_FILE_TYPE_LOG_FILE
  );

  -- welches Schema soll exportiert werden?
  DBMS_DATAPUMP.metadata_filter(
    handle => v_DPHandle_n,
    name   => 'SCHEMA_EXPR',
    value  => '= ''' || v_SchemaName_vc || ''''
  );
    
  -- Parallelitaet auf 4 setzen  
  DBMS_DATAPUMP.SET_PARALLEL(
    handle => v_DPHandle_n,
    degree => 4
  );
    
  -- eigene Eintraege im Log-File sind moeglich
  DBMS_DATAPUMP.LOG_ENTRY(
    handle => v_DPHandle_n,
    message => '---> Schema Export via PL/SQL'
  );

  -- Job starten
  DBMS_DATAPUMP.start_job(v_DPHandle_n);
 
  -- auf das Job Ende wird normalerweise nicht gewartet
  -- mit WAIT_FOR_JOB laesst sich dies aber bei Bedarf
  -- realisieren
  DBMS_DATAPUMP.WAIT_FOR_JOB(
    handle => v_DPHandle_n,
    job_state => v_JobStatus_vc
  );
  
END;
/

Ein allgemeiner Hinweis zu Oracle DataPump:
DataPump-Prozesse laufen immer auf dem Oracle-Server!
Dies hat in der Praxis folgende Auswirkungen:

  • Der Betriebssystem-Benutzer, dem die Oracle-Server Prozesse zugeordnet sind, braucht Schreib-Rechte auf dem gewünschten Export-Verzeichnis (läuft die Datenbank-Instanz als Windows-Dienst und dem Benutzer LocalSystem ist kein Schreiben auf Netzwerk-Shares möglich, da dieser Benutzer keine Netzwerk-Shares sieht)
  • Es gibt keinen Client-/Server-Modus (z.B. Export eines Schemas von einem entfernten Oracle Server über einen lokalen Oracle Client)